Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V.

Wir vom Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V. haben seit 1987 das Bestreben, Autoren jeden Alters durch Informationen und Kontakte den Weg ins Literaturgeschäft zu erleichtern. Dazu gehören Publikationen wie die Literaturzeitschrift "Konzepte", das Literaturmagazin "Lima"  und das Mitgliedermagazin "Qwertz" ebenso wie die Organisation von Autorentreffen, Seminaren, Lesungen u.v.m. Unser Ziel ist es, arrivierter und aufstrebender deutschsprachiger Literatur Wege zu ebnen.


Überarbeitung der BvjA Webseite



Wir bereiten derzeit die Überarbeitung der BvjA Webseite vor. Aus diesem Grund möchten wir Sie darauf hinweisen, dass unser Internetangebot in den kommenden Wochen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen wird.

Wir freuen uns schon heute, Sie demnächst auf unserer neuen Seite begrüßen zu dürfen.


Pressemitteilung zur Frankfurter Buchmesse 2014


v.l.n.r. Robert Levine (US-Autor), Tobias Kiwitt (BVjA) und Wolfgang Tischer (Literatur-Café)


Leerer Stuhl bei Podiumsdiskussion: Amazon verweigert Stellungnahme zum Autorenprotest

2.000 Autoren unterstützen Offenen Brief der Initiative für einen fairen Buchmarkt, darunter jetzt auch Herta Müller (Literaturnobelpreis)

Amazon  verweigert  auch  über drei  Monate  nach  Start  der Initiative  „Autorinnen  und Autoren  für  einen  fairen  Buchmarkt“  jegliche  Stellungnahme  zu  den Erpressungsmethoden  des  Internetgiganten  im  Margenkampf  mit  der  BonnierVerlagsgruppe.  Selbst  auf  Einladung  von  Autorenverbänden  zu  einem  öffentlichen Streitgespräch  auf  der  Frankfurter  Buchmesse  erschien  zum  Messeauftakt  kein Amazon-Vertreter.  Auch  Einladungen  von  Medienvertretern  wurden  von  Amazon abschlägig  behandelt.  Von  Seiten  der  Internetgiganten  heißt  es  lapidar,  „aus Zeitgründen“ keinen Sprecher zur Verfügung stellen zu können.

Amazon  stellt  die  Bonnier-Verlagsgruppe  weiterhin  unter  Druck,  indem  Bücher  von Autoren  dieser  Verlagsgruppe,  zu  der  der  Piper  Verlag  und  der  Carlsen  Verlag gehören,  weiterhin  nur  mit  Lieferverzögerungen  an  die  Leser  ausgeliefert  werden. Hintergrund ist, dass Amazon um höhere Margen bei E-Books erhalten möchte.

Auch Leserinnen und Leser können sich diesem Protest jetzt anschließen.

„Literatur  ist  keine  Pauschalreise“:  Amazon  stellt  Weichen  für  die Monopolisierung des Internethandels

Derweil stellt Amazon auf der Messe seine Weichen für die weitere Monopolisierung des  Internethandels.  Mit  der  auf  der  Buchmesse  durch  Amazon  vorgestellten  LeseFlatrate  für  E-Books  (Kindle  unlimited)  schreitet  die  Bindung  von  Büchern  an  den Internetgiganten  voran.  Kindle  unlimited  zieht  eine  unbedingte  Exklusivität  vor,  d.h. das ausschließliche digitale Verwertungsrecht an dem Werk muss bei Amazon liegen.

„Damit ist Amazon auf dem Weg einer lückenlosen elektronischen Registrierung und stellt weitere Weichen für eine Netz-Monopolisierung von Leserpräferenzen“, so BVjAVorstandssprecher  Tobias  Kiwitt.  Der  BVjA  betrachtet  es  mit  Sorge,  dass  mit  der Flatrate  Literatur in  „All-you-can-eat-Manier“ zu  einem  Einheitspreis  angeboten  wird. Denn  „Literatur  ist  keine  Pauschalreise“.  Einerseits  bezahlt  der  Leser  einen monatlichen Pauschalpreis  von  9,99  Euro,  andererseits  fehlt  es  jedoch  an  einer leistungsorientierten  Honorierung des Autors. Denn  „Kindle unlimited“ sieht vor, dass Autoren nur anteilsmäßig  aus einem von Amazon der Höhe nach  festgelegten  Fonds bezahlt  werden.  Die  Honorierung  schwankt  dabei  und  ist  davon  abhängig,  wieviel Geld Amazon in den Fonds zahlt und wie stark andererseits die Flatrate von Lesern gebucht wird. Nutzen viele Leser „Kindle unlimited“, stellt Amazon jedoch nur wenig Geld in den Autorenfonds, wird der Autor nur gering bezahlt.

Die Regel  auf dem Buchmarkt  ist jedoch, dass Autoren eine prozentuale Beteiligung am  Nettopreis  eines  Buchverkaufs  erhalten.  Den  meisten  Autoren,  vor  allem  den Verlagsautoren,  wird durch  „Kindle unlimited“ die  Verhandlungsmöglichkeit  über ihre eigenen  Honorare  genommen.  Denn  die  Entscheidung  über  die  Höhe  der Autorenvergütung obliegt alleine Amazon  und nicht mehr der Verhandlung zwischen Verlag  und  Autor  auf  der  einen  Seite,  und  Buchhandel  (Amazon)  auf  der  anderen Seite.  „Würde  sich  dieses  System  durchsetzen,  könnte  der  Buchhandel  die Autorenvergütung künftig diktieren“, so BVjA-Vorstandssprecher Tobias Kiwitt.

Damit  hätte  Amazon  einen  weiteren  Schritt  hin  zu  einer  Monopolisierung  des Buchmarktes geschafft, indem der Internetgigant nicht nur –  wie im Falle des BonnierStreits  –  Autoren  in  „Geiselhaft“  bei  Margenverhandlungen  mit Verlagen  nehmen könnte, sondern sogar die Autorenvergütung einem Diktat gleich vorschreiben könnte.

Derweil freuen sich die Initiatorenverbände der Initiative „Autoren und Autorinnen für einen  fairen  Buchmarkt“,  die  neben  dem  Bundesverband  junger  Autoren  und Autorinnen u.a.  auch vom  Verband deutscher Schriftsteller (VS), dem  PEN-Zentrum Deutschland und der Krimiliteraturvereinigung „Das Syndikat“ getragen wird, über die 2000.  Unterstützerin  der  Initiative:  Die  Nobelpreisträgerin  Herta  Müller  ist  die  2000. Autorin,  die  die  Initiative  „Autorinnen  und  Autoren  für  einen  fairen  Buchmarkt“ (www.fairer-buchmarkt.de)  unterstützt.  Damit  ist  das  Ziel  der  Initiatoren,  zu  denen auch  der  Bundesverband  junger  Autoren  und  Autorinnen  (BVjA)  gehört,  um  das Doppelte übertroffen. Erklärtes Ziel war es, bis zur Frankfurter Buchmesse insgesamt eine  Anzahl  von  1000  Unterschriften  von  Autorinnen  und  Autoren  gegen  die Erpressungsversuche von Amazon im Bonnier-Margenkampf zu gewinnen.  Ein Ende des Boykotts von Amazon von Autorinnen und Autoren der Bonnier-Verlagsgruppe ist derweil weiterhin nicht in Sicht.

Bonn/Frankfurt, 10.10.2014

Pressemitteilung als PDF


OFFENER BRIEF AN AMAZON

Liebe Leserinnen und Leser,

sehr geehrter Herr Bezos, sehr geehrter Herr Kleber,

Amazon befindet sich in einem Machtkampf mit der Bonnier-Verlagsgruppe und Hachette. Solche Auseinandersetzungen zwischen Firmen geschehen ständig, und normalerweise finden sie in den Büros der Firmen zwischen zwei Verhandlungspartnern statt.

Aber diesmal hat Amazon etwas Ungewöhnliches getan. Es hat direkt die Autoren und Autorinnen der Bonnier-Gruppe (Aladin, arsEdition, Berlin Verlag, Carlsen, Hörbuch Hamburg, Piper, Thienemann-Esslinger, Ullstein) angegriffen, um damit die Verlagsgruppe zu zwingen, in die neuen Vertragsbedingungen einzuwilligen.

In den letzten Monaten werden Bonnier-Autoren und Autorinnen boykottiert und ihre Bücher nicht auf Lager gelegt, selbst wenn es gängige Werke sind. Die Bücher werden verlangsamt ausgeliefert, über die Lieferbarkeit finden sich Falschaussagen, und die Autoren und Autorinnen tauchen nicht mehr in den Empfehlungslisten auf. In den „Kunden haben auch gekauft / sich angesehen“-Listen fehlen die Bonnier- Autoren und Autorinnen. Gerade diese Listen wirkten als Empfehlungen, manche bisher unbekannte Autorin, mancher Autor ist dadurch bekannt geworden. Obendrein hatten Amazon-Kunden bisher den Eindruck, dass diese Listen nicht manipuliert würden und sie sich auf Amazon verlassen konnten.

Doch das stimmt offenbar nicht.

Amazon manipuliert Empfehlungslisten. Amazon nimmt Autoren und Autorinnen und ihre Bücher als Druckmittel her, um noch mehr Rabatte zu erzwingen.

Wir Autorinnen und Autoren sind der Meinung, dass kein Buchverkäufer den Verkauf von Büchern behindern oder gar Kunden vom Kauf von Büchern abhalten sollte. Amazon hat kein Recht, eine Autorengruppe, die am Konflikt nicht beteiligt ist, „in Beugehaft“ zu nehmen. Obendrein sollte kein Buchverkäufer seine eigenen Kunden falsch informieren oder ihre Einkäufe durch künstlich verlängerte Lieferzeiten behindern. Damit widerspricht Amazon seinem eigenen Versprechen, das kundenorientierteste Kaufhaus der Welt zu sein.

Viele Autoren und Autorinnen haben Amazon unterstützt, als es eine kleine Startup-Firma mit neuen Ideen war. Auch unsere Bücher haben Amazon geholfen, eines der größten Unternehmen der Welt zu werden. Wir haben Amazon Millionen in die Kassen gewirtschaftet, viele haben mit Amazon kooperiert und tun das noch heute. Viele von uns haben ihre Backlist bei Amazon, haben Rezensionen und Beiträge geschrieben.

Diese Autoren und Autorinnen, uns, jetzt „in Beugehaft“ zu nehmen, ist keine Art mit Geschäftspartnern umzugehen und fördert nicht das Vertrauen der Autoren und Autorinnen in einen der wichtigsten Vertriebspartner.

Wir wollen im Streit zwischen Amazon und Bonnier nicht Partei ergreifen, sondern wir fordern Amazon entschieden auf, nicht länger Bücher und damit auch Autoren und Autorinnen als Geiseln zu nehmen, sondern eine lebendige, ehrliche Buchkultur zu gewährleisten und die benannten Maßnahmen zu stoppen.

Wir bitten alle unsere Leserinnen und Leser, dass sie dem Gründer von Amazon Jeff Bezos (jeff@amazon.com) und dem Chef von Amazon Deutschland Ralf Kleber (rkleber@amazon.de) schreiben und ihm ihre Meinung über die jüngsten Erpressungsmethoden mitteilen. Jeff Bezos und Ralf Kleber sagen, dass sie sich freuen, wenn sie die Meinung von Kunden kennenlernen, und dass sie alle E-Mails lesen. Wir hoffen, dass wir, AutorInnen und LeserInnen, Jeff Bezos und Ralf Kleber davon überzeugen können, dass nur ein fairer Buchmarkt ein Buchmarkt mit Zukunft ist.

Mit freundlichen Grüßen

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner

www.fairer-buchmarkt.de


Zum 2. Strafprozess gegen Dogan Akhanli:

Keine willkürlichen Anklagen gegen Schriftsteller!
- Für Demokratie, Meinungsfreiheit und Völkerverständigung

Pressemitteilung lesen... (PDF)


Konzepte - Zeitschrift für Literatur

Neue "Konzepte - Zeitschrift für Literatur" erhältlich

Seit über 20 Jahren veröffentlicht die Literaturzeitschrift "Konzepte" junge und arrivierte Literatur und ist damit zu einem wichtigen Impulsgeber für die junge deutschsprachige Gegenwartsliteratur geworden.

Nun liegt die neue Ausgabe vor, in der auch die Preisträgertexte des Selma Meerbaum-Eisinger Literaturpreises vorgestellt werden.

Die Ausgabe ist zu einem Preis von 12 Euro versandkostenfrei über den BVjA bestellbar.

Zur "Konzepte" Homepage...


Pseudoverlage: Brentano Gesellschaft Frankfurt mbH erneut wegen «schweren Eingriffs in die Persönlichkeitsfreiheit» eines Kritikers zu Schmerzensgeld verurteilt

Das Landgericht Düsseldorf (Az. 12 O 186/10), verurteilte die Brentano Gesellschaft Frankfurt mbH, die mit der sogenannten »Frankfurter Verlagsgruppe August von Goethe» in Verbindung steht, auf Unterlassung unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 € und zu einem Schmerzensgeld wegen «schwerwiegenden» und «absichtlich rücksichtlosen» Diffamierens. Das OLG Düsseldorf bestätigte dieses Urteil, wobei die Parteien sich dort über ein fünfstelliges Schmerzensgeld verglichen.

Seit Jahren fällt die sogenannte Brentano Gesellschaft Frankfurt mbH durch Diffamierungen von Kritikern speziell im Internet auf und beschäftigt Gerichte. Jetzt ist das Unternehmen, das sich mit dem Namen Clemens Brentanos schmückt und zum Firmengeflecht der Frankfurter Verlagsgruppe August von Goethe gehört (vgl. OLG Köln, 16.12.2008, Az. 15 U 116/08), erneut wegen «rücksichtlosen und ehrverletzenden Verhaltens» zur Unterlassung unter strafbewehrter Androhung eines Ordnungsgeldes bzw. Ordnungshaft bei einer Zuwiderhandlung, sowie zu einem Schmerzensgeld verurteilt worden.

Der Vorsitzende Richter am OLG, Schüßler, fand bei der mündlichen Verhandlung am 15. August 2012 deutliche Worte gegen die Einschüchterungs- und Diffamierungspraktiken, die seit Jahren von dem organisatorischen Umfeld des Pseudoverlegers Herrn Dr. Markus Hänsel-Hohenhausen ausgehen, der die Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe gegründet hat (vgl. OLG München, Urteil vom 13. Juli 2009, Az. 4 6 U 2250/09).

Das Unternehmen hat den Vorstand des Bundesverbands junger Autoren und Autorinnen (BVjA) auf einer Website diffamiert und sogar Drohschreiben an Arbeitgeber von Vorstandsmitgliedern des Verbands verschickt. Der BVjA ist Mitinitiatorverband des «Aktionsbündnis für faire Verlage (Ak Fairlag)», das vor den irreführenden und unseriösen Geschäftspraktiken von Pseudoverlagsunternehmen aufklärt, die in der Branche als «Gelddruckmaschine auf den Rücken des Autors» bekannt sind.

Bereits in der Vergangenheit war die Beklagte wiederholt zu Unterlassung ihrer Schmähpraktiken von Kritikern von Pseudoverlagen verurteilt worden und u.a. BVjA-Vorstandsmitgliedern Schmerzensgelder und Unterlassungsansprüche zugesprochen worden.

Das Urteil wird von den Fairlag-Initiatorverbänden einhellig begrüßt. „Hiermit stärkt das Gericht ein weiteres Mal die Rechte von Pseudoverlagskritikern gegen das rücksichtslose und inkriminierende Verhalten der Frankfurter Pseudoverlagsverantwortlichen“, so Imre Török, Bundesvorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) in ver.di. Auch der BVjA begrüßt die Rechtssprechung aus Düsseldorf. "Wir hoffen sehr, dass die Einschüchterungsversuche zu Lasten junger Autorinnen und Autoren, endlich ein Ende findet", so Tobias Kiwitt, Vorstandssprecher des Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA).

Austausch von Impressumsangaben nach Urteilsspruch

Auffällig: Nach dem Urteilsspruch änderte die verurteilte Brentano Gesellschaft Frankfurt mbH ihre Impressumsangaben auf der seit Jahren von ihr betriebenen Website. Diese wird nunmehr laut Impressum von der zur Hänsel-Hohenhausen-Gruppe gehörenden Lord Byron’s Literary Press Ltd. aus London, gehostet. „Verantwortlicher Redakteur“ soll ein bislang unbekannter Stefan Schmidt aus New York sein. Auch gegen die sog. Lord Byron's Press Ltd. laufen noch Verleumdungsklagen.


Offener Brief Zum Welttag des Buches

Von der Kommerzialisierung zurück zum Buch

Für die Einhaltung aller rechtlichen Standards

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Ermäßigung für BVjA-Mitglieder beim Nordkolleg

Das Nordkolleg Rendsburg setzt seine Kooperation mit dem BVjA fort und bietet Verbandsmitgliedern den ermäßigten Beitrag für Literaturseminare an. Das komplette Programm für das zweite Halbjahr des Nordkolleg ist unter www.nordkolleg.de/kalender im Internet einsehbar.


News

Freitag 14. of März 2014 Bühne frei… ! Spontanlesung des BVjA

am Freitag, dem 14.03.2014, ab 20 Uhr im „Laden auf Zeit“ in der Kohlgartenstr. 51 (in der Nähe vom Hauptbahnhof)

Jede/r AutorIn ist eingeladen, (spontan) Einblicke in sein/ihr junges literarische Schaffen zu geben. Der...





Samstag 09. of November 2013 Pressemitteilung zur Frankfurter Buchmesse 2013

„Self-Publishing-Anstieg“ ist Ausdruck mangelnderNachwuchsförderung //Stärkung des Verlagsprinzips unverzichtbar für Kreative- BVjA-Vorstand einstimmig gewählt

Der in den letzten Jahren festzustellende Anstieg von Publikationen...